Muss ich in der Pandemie an meinem Körper arbeiten?

Wir schreiben das Jahr 2021 und wir befinden uns weltweit noch in den Fängen der Corona-Pandemie. Das ist verdammt bescheiden. Wir haben extra Stress, die einen müssen sich um die Kinder kümmern, die nicht in KiTa oder Schule sollen/können, die anderen haben Angst um ihren Job und wieder andere haben keine Einkünfte, da Ihre Branche so massiv betroffen ist. Das einzige, was wir jetzt haben (sollten/könnten), ist Zeit.

Mit dieser Zeit fangen einige Menschen auch richtig was an. Jeder kennt diese „Influencer“, die in den letzten 9 Monaten 30kg abgenommen, 9 Bücher gelesen oder sich endlich einen Sixpack erarbeitet haben.

Warum habe ich dann nicht (kaum) abgenommen. Fragen sich viele, frage ich mich. Nun, die Antwort ist so einfach, wie richtig meiner Meinung nach.

Ich spreche jetzt explizit von mir, wobei ich glaube, dass einiges davon auch auf andere übertragbar ist.

Ich habe wirklich einen Haufen Themen, auf die ich jetzt achten muss. Der berufliche Terminkalender der Frau muss mit meinem im Einklang sein, damit die Kinder entsprechend betreut werden können. Mit Betreuung ist auch mehr gemeint, als Aufpassen. Nur gucken, dass nicht zu viel passiert, kann man ggfs auch beim Arbeiten. Die Kinder fordern/fördern geht nicht „nebenbei“. Dennoch muss das Arbeitsergebnis auch irgendwie stimmen, schon zumal mein Verdienst direkt davon abhängig ist. Dann müssen wir Freundschaften und Beziehungen pflegen, ohne sie durch spontane Kaffeebesuche zu schaffen. Jeder hat dazu noch so sein kleines Extra an Sorgen mit sich zu tragen.

Die Beziehung mit dem Partner soll gepflegt werden. Der Stress der Kinder muss auch aufgefangen und gemeinsam verarbeitet werden. Kaum eine Ablenkung ist uns geblieben. Mein bißchen Sport ist auch fast auf der Strecke geblieben, da hier zuhause von 6:30 bis 20:30 Pflichtprogramm ist. Die Wirtschaft wünscht sich von uns auch Unterstützung und ach… Ihr wisst es ja selbst.

Und dann will ich mich noch zwingen, Kalorien zu zählen? Dann soll ich statt des Remote-Weins ein stilles Mineralwasser trinken? Statt 15 Minuten Couch, wenn das Kind schläft, die Wäsche gemacht und die Küche aufgeräumt ist, schnell noch 20 Liegestütz einwerfen? Echt?

Ja. Wenn es mir wirklich einen Mehrwert für mich bringt. Ich es nicht als Belastung empfinde, sondern daraus Energie ziehen kann. Kann ich das aber nicht – so wie ich gerade – dann entscheide ich mich lieber bewusst dagegen, als mit Stress und Zwang zu arbeiten. Genuss und Ruhe zählen für mich gerade mehr, als Frau und Kind zu stressen, um mir 60 Minuten für einen ordentlichen Lauf extra rauszuschlagen. Und mit der Frau einen Rotwein beim leckeren Nudelauflauf zu trinken, bringt mir auch tatsächlich gerade mehr, als den Gürtel etwas enger zu schnallen.

Also nein, ich muss nicht an meinem Köper arbeiten. Ich darf. Ich kann. Aber ich muss nicht. Es ist ok, aus der Pandemie mit 5 extra kg rauszukommen, dafür körperlich und mental so ziemlich gesund zu sein.

Meine Meinung 🙂

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