Körperfettwaage? Brauche ich die?

tl;dr: ja.

Wer sich mit seinem Körper, seinem Gewicht und seinem Aussehen beschäftigt, kommt unweigerlich zu dem Stichwort Körperfettanteil. Mal wieder stark vereinfacht gesagt, besagt dieser, wieviel Deines Körpers aus Fett besteht. Spoiler: das ist meist ganz schön viel.

Und das ist nicht so gut. Wir können es uns ja denken, aber es gibt bereits ein paar Studien, die zum Beispiel zeigen, dass Menschen mit einem niedrigeren Körperfettanteil ein besseres Immunsystem haben (und solche Männer von Frauen eher „selektiert“ werden) . Ein niedrigerer Körperfettanteil scheint sich auch auf die Stärke der Knochen positiv auszuwirken (Uni Giesen). Das Herzkreislauferkrankungen, Blutdruck und Diabetes auch eine Folge sein können, haben wir ja wohl schon geahnt, oder?

Übel wird es, wenn BMI und co aber auch noch auf unsere Hirnstruktur schließen lassen (Association of body mass index and waist-to-hip ratio with brain structure). OK, habe ich jetzt Deine Aufmerksamkeit? 🙂

OK, wir sind uns also bewusst, dass Körperfettanteil was relevantes ist. Wir können uns auch vorstellen, dass ein supermuskulöser Bodybuilder trotz der Körpermassen einen geringen Körperfettanteil hat, während ein völlig unbeweglicher, unsportlicher „Normalo“ einen hohen Anteil hat. Körpermasse und Gewicht müssen also nichts mit dem Körperfettanteil zu tun haben.

Wenn ich Bilder von mir aus meinen Marathonzeiten sehe, dann sehe ich dies förmlich. Auch da war ich nicht so weit von den 100kg entfernt, aber offensichtlich war das Gewicht in besseren Zellen verteilt 😉

Gut, zurück zum Thema. Die Bauchmuskeln sind nicht das Problem, das Bauchfett ist es schon eher. Abnehmen will ich. Aber doch auch bitte am Fett und nicht an den Muskeln. Daher will ich das beobachten, um im Zweifel an meiner Ernährung und/oder Bewegung noch was zu verbessern.

Und das macht man gemeinhin mit der Messung des Körperfetts. Und das ist nicht sooooo einfach (siehe Studie). Also klar. Ich stelle mich auf eine Körperfettwaage. Oder ich messe mit so einer Körperfettzange. Oder ich gehe in die Magnetresonanzröhre… Vermutlich kann man noch mit radioaktiven Laserstrahlen was messen – ich übertreibe bewusst.

Mir ist es nun wirklich egal, ob ich einen Köperfettanteil von 15,6% oder 15,9% habe. Mir ist aber nicht egal, ob ich von 28,9% auf 32,7% gehe oder in die andere Richtung. Was ich sagen will: nach allem, was ich gelesen habe, sind alle Methoden so ganz ok und bringen einen Wert raus. Aber so richtig wirklich kann ich das für den privaten Hausgebrauch nicht garantieren, zumindest nicht, wenn ich die Kosten im Rahmen halten will.

Ergo: Ich kann mir (mehr oder weniger) beliebige Waagen mit Körperfettfunktion kaufen und achte dabei auf die Entwicklung. Die Messsituation soll so gleich wie möglich sein (nicht verstellen, gleiche Uhrzeit, möglichst nicht direkt nach der Dusche oder Sport wegen der Feuchtigkeit) und das Produkt eine ordentliche Qualität haben.

Ich messe mich schon einige Jahre mit meiner Runtastic Libra Waage, welche wirklich nicht ganz zu den besten gehört, aber immerhin habe ich meine Daten der letzten Jahre in einem Account gesammelt und kann so berichten, dass ich 2017 fast 5% weniger Körperfettanteil hatte als heute (Bild).

Gewicht und Körperfettanteil

Ich bin tatsächlich der Auffassung, dass ich diese Werte messen und beurteilen muss. Bei mir ist es recht eindeutig. Da ist noch was zu viel. Ein Ziel? Setze ich mir nicht, daber gehen wir mal Schritt für Schritt vor. Meinen besten Marathon bin ich mit ca 24% Körperfett gelaufen (knapp 10kg weniger als jetzt), mein niedrigster Stand war bei 22,6%, was so bei 92kg der Fall war.

Ich habe ein paar Vergleiche gelesen. Sowohl offensichtlich wirtschaftlich motivierte (Vergleichsportale, Affiliates, Influencer) als auch ein paar private Meinungen zur jeweils eingesetzten Waage. Jens zb setzt eine Beuer BF 700 ein (Jens, das musste ich lang bei Dir suchen 😉 ) Bei abnehminteressierten Blogs ist eine Beuer Waage wohl recht beliebt. Wer mehr ausgeben will (oder muss/soll), kauft sich eine Tanita und wer sparsam ist, kauft wohl in die Richtung der RENPHO.

Da ich weder großer Sportler noch krankhaft adipös bin und keinen Mehrwert für mich sehe, bleibe ich aktuell bei meiner Waage. Sollte die es nicht mehr bringen, werde ich tendenziell eine günstige Waage mit Apple Health Anbindung (siehe RENPHO) anschaffen.

Nun ist Platz für Deine Meinung, Deine Erfahrung oder Deinen Körperfettwaagetipp.

Ein Kommentar zu „Körperfettwaage? Brauche ich die?

  1. Moin, moin Markus,
    habe die Suchfunktion in meinem Blog aktiviert und die Seite „Begriffe undAbkürzungen“ mit Ausführungen zu Körperanalyse-/Körperfettwaage ergänzt. Danke für die Anregung. 😉
    Nun ist es ganz leicht zu finden, welche Waage ich nutze. 🙂
    Viele Grüße
    Jens

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s